Filmreife Klänge

Weihnachtskonzert der Lambertusschützen und des Musikzuges Bremen

„Musik kann auch ohne Worte Geschichten erzählen“, dies stellten am Samstagabend die großen und kleinen Musiker beim Weihnachtskonzert der Lambertusschützen und des Musikzuges Bremen in der Schützenhalle deutlich unter Beweis. Bei den Vorträgen nach Noten konnte man in Gedanken manche Szenen aus bekannten Filmen direkt nacherleben.
Den Start in einen unterhaltsamen Abend bestritten wie in jedem Jahr die jungen Musiker des Nachwuchsorchesters. Da sie zum ersten Mal
beim Traditionskonzert auftraten, stellten sie sich zu Beginn erst einmal vor. Rund 60 Kinder befinden sich zurzeit in der Ausbildung und sind alle zwischen sechs und 15 Jahre alt. Unter der Leitung von Laura Fabri und Johannes Schacke stellten sie die Musikstücke „High Adventure“ und „Majestic March“, aber auch das eigens zum Konzert neu einstudierte „Pirates of the Caribbean“ vor. Anhaltender Beifall belohnte die kleinen Künstler.
Dann hieß es Bühne frei für das große Orchester. Nachdem der Brudermeister der St.-Lambertus-Bruderschaft, Dirk Brüggemann, die Gäste
in der Halle begrüßt hatte, übernahm nach dem Titel „Summon the Dragon“ Dirigent Michael Rebein das Wort. Er führte auch mit sachkundigen und launigen Worten durch das komplette musikalische Programm. Er berichtete zudem, dass das Orchester inzwischen auf über 70 Musiker angewachsen ist und die Bühne daher in diesem Jahr noch vergrößert werden musste.
Dann schickten die Musiker ihre Zuhörer auf eine Reise „In 80 Tagen um die Welt“. Die Musik machte deutlich, wo sich die Weltreisenden gerade befanden, ob in Großbritannien, Frankreich, Istanbul oder Indien. Selbst Fortbewegungsmittel wie Eisenbahn oder Elefant wurden lautmalerisch umgesetzt. Zurück von großer Fahrt, brillierte dann beim „T-Bone concerto Medium“ Christina Leuschner als Solistin auf der Posaune. „Total Toto“ war der Titel, der vielen nichts mehr sagte – doch im Verlaufe des Medleys, das die Musiker unter dem Dirigat von Detlef Budde spielten, erkannte man viele bekannte Songs wieder.
Bevor es im zweiten Programmabschnitt in den weihnachtlichen Teil überging, war es die „Große Suite über Winnetou“, die alle Gäste in der Halle in den Wilden Westen entführte. Beeindruckend die Soli von Andreas Franke aus Warstein, der auf der Mundharmonika Erkennungsmelodien aus den Winnetou-Filmen spielte. Bei dem rund 20-minütigen Vortrag des gesamten Musikstücks machte die Musik durch die Lautstärke, Höhen und Tiefen der Töne, deutlich, welche Szenen – Kampf, Spannung, Heiteres – sich gerade abspielten. Dem gemeinsamen Singen der Konzertbesucher zum Spiel des Orchesters folgten das neuseeländische Wiegenlied „Hine to hine“ und „Amazing Grace“. Damit hatte das offizielle Programm sein Ende erreicht, doch das Publikum wollte die Musiker mit Standing Ovations natürlich nicht ohne Zugabe entlassen. Mit „Gutem Abend, gute Nacht“ und den besten Wünschen durch die gastgebenden Schützen und den Musikzug für die kommenden Festtage, wurde das offizielle Programm beschlossen.
Gerne wurde der Einladung zum längeren Verweilen nachgekommen. Für sehr viele war es dabei die Gelegenheit den Musikern zu ihrem Können und der professionellen Präsentation zu gratulieren.

Quelle Text und Fotos: Soester Anzeiger

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