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Geschichte

In der Bremer Schützenhalle wird seit 1909 gefeiert, nachdem der Vorstand den Bau im Jahre 1905 in die Wege geleitet hatte und in der Generalversammlung am 12.04.1909 konkretisiert wurde. Danach sollte „an Stelle des alten, sehr defekt gewordenen Schützenzeltes eine neue feste Halle“ für ca. 20.000 bis 22.000 Mark gebaut werden.

Vor dieser Zeit wurden die Feste auf dem Vielberg’schen Weiden in der Ortsmitte gefeiert. Das Zelt wurde auf dem Gelände des heutigen Kaufland-Marktes aufgebaut. Das Trinkzelt stand entlang der Besitzung Liedhegener, heute Klenter. Im Volksmund wurde dieses Gelände auch „Kirmesplatz“ genannt. Die Scheune Liedhegener diente als Bierkeller. Das Bier wurde abwechselnd von den Werler Brauereien Gröne und Kluxen bezogen.

Nachdem der Beschluß zum Bau einer eigenen Schützenhalle gefaßt war, konnte auch schnell ein passendes Grundstück „am Parsiter Pfad“ von dem Bauern Stute-Heierhoff erworben werden. Mit viel Eigenleistung wurde die jetzige Haupthalle errichtet, so daß bereits im Jahre 1909 das erste Schützenfest hier gefeiert werden konnte, da dieses gemäß Generalversammlungsbeschluß vom 12.09.1909 (der 3. Generalversammlung im Jahre 1909) erst am 19. u. 20. September abgehalten wurde. Vorher waren aber noch etliche Vorschriften zu erfüllen, so u.a. die Eintragung des Vorstandes ins Vereinsregister des Königlichen Amtsgerichtes Werl.

Am 16. Juni 1909 wurde der Bauantrag gestellt, bereits am 21.06.1909 wurde der polizeiliche Bauschein von der Amtsverwaltung Himmelpforten erteilt. Gemäß Kostenvoranschlag vom 4. Juli 1909 sollten sich die Kosten auf 19.891,30 Mark belaufen. 1921 baute die Bruderschaft entlang der Nordseite eine offene, aber überdachte Veranda für 9 ½ Tausend Mark, die im August 1927 mit Fenstern versehen wurde.

1924 drohte die Haupthalle unter einer übergroßen Schneelast auseinanderzubrechen. Die Eisenbinder waren gerissen und die Südwand gab bereits nach. Mit primitiven Hilfsmitteln und vielen Arbeitskräften konnte sie jedoch wieder gerichtet werden. Die Eisenbinder wurden verstärkt und neu verschraubt. Die Halle war gerettet.

Einen eigenen Wasseranschluß erhielt die Halle im Jahre 1932, bis dahin wurde das benötigte Wasser im jährlichen Wechsel durch ortsansässige Bauern in Wassertanks zur Verfügung gestellt. Auch das Dach wurde 1932 durch den Dachdecker Gockel aus Niederense neu geteert und z.T. neu eingedeckt.

1959 konnte in Eigenleistung im Kellergeschoß der Halle ein neuer, großer Speisesaal, eine geräumige Küche und ein Abstellraum erstellt und der ehemalige Speisesaal zu einer mustergültigen Toilettenanlagen umgebaut werden. Viele der freiwilligen Helfer haben mehr als 100 Stunden unentgeltlich für die gute Sache gearbeitet. Neben den Schützenbrüdern haben auch die freiwillige Feuerwehr, der Sportverein TuS Bremen und auch der Männergesangverein „Harmonie“ tüchtig angefaßt, um das Werk rasch gedeihen zu lassen.

Die Mittel für die Baumaterialien wurden durch den Verkauf von Bausteinen im Wert von 5,– DM aufgebracht Von den zur Verfügung gestellten DM 6.100,– wurden im Jahr 1967 DM 3.750,– durch die Firmen und Schützenbrüder der Bruderschaft gespendet.

An der Südseite der Halle standen früher 4 mächtige Linden. Zwischen Hallenwand und den Bäumen errichtete man zum Schützenfest jeweils ein Trinkzelt. 1966 wurden die Bäume beseitigt und auch hier ein festes Gebäude errichtet. Seit dieser Zeit besteht unsere Halle aus drei Räumen.

In den folgenden Jahren wurden, je nach Finanzlage, notwendige Reparaturen und Verschönerungen vorgenommen, so z.B.: neuer Außenputz, Erneuerung des Daches und der Fenster auf der Veranda, Erstellung einer Bar, neuer Deckenanstrich usw.

Zum 450-jährigen Jubiläum präsentierte sich die Halle mit einem neuen Innenanstrich.

1979/80 zahlte nach einem Beschluß der Generalversammlung jeder Schütze eine Umlage in Höhe von DM 200,00 für den Umbau der Halle. Der Generalversammlungsbeschluß besagte:

1. Es müssen neue Toilettenanlagen geschaffen werden.
2. Es soll ein Vorraum entstehen, von wo aus alle drei Hallenteile erreichbar sind und ebenso die Toiletten
3. Wir brauchen wieder einen zumutbaren Speisesaal
4. Die Seitenräume müssen besser zu vermieten sein.

Es wurden durchgeführt: Im rechten Hallenteil wurde ein neuer Fußboden eingebaut, die Heizung und das Dach erneuert. Die Kellerbar und das Schießheim im Keller wurden erneuert und die Toilettenanlage.

1990 erfolgte der Anbau am hinteren Teil der Halle. Ein Stuhllager, der Heizungsraum, ein Lagerraum und die Bühnenanlage wurden errichtet. Durch den Einsatz zahlreicher Schützenbrüder konnten die Kosten unter 100.000,00 DM gehalten werden.

Die gesamte Hoffläche wurde 1998 mit einer neuen Pflasterung versehen.

Zum 475-jährigen Jubiläum im Jahre 2000 wurde die Toilettenanlage erneuert und Behindertengerecht, d.h.
Barrierefrei gestaltet.

Aber nicht nur als Schützenhalle für unser Schützenfest wird die Halle genutzt, sondern in früheren Zeiten auch als Kindergarten, als Nähstube für das Krankenhaus, nach dem 2. Weltkrieg als Wohnung, bis in die 70iger Jahre von der Firma Kettler als Garagen und Lager und auch heute erfolgt oft eine Vermietung für Polterabende, Hochzeiten, Familienfeiern und auch Diskoveranstaltungen.

Seit 1979 findet zur Weihnachtszeit auch das große Weihnachtskonzert des Musikzuges der Freiw. Feuerwehr statt. Die Einnahme aus dem 1. Weihnachtskonzert sollte als Finanzspritze für den großen Umbau Verwendung finden. Als gemeinsame Aktion des Musikzuges und der Schützenbruderschaft findet seither das Weihnachtskonzert jährlich statt.

Fortsetzung folgt